Geld spielt keine Rolle bei Prachtbauten in der Innenstadt

Wie der Presse zu entnehmen war, wird der „Schuhkarton auf das Grotemuseum“, jetzt doch gebaut, obwohl das Objekt 6,0 Mio. € teurer wird als vorgesehen und diese Mehrkosten nicht gedeckt ist. Um was geht es hier?
Das Grotemuseum soll durch einen Aufbau erweitert werden.
Auf der Dachfläche des vorhandenen Gebäudes soll mit einem hammerähnlichen Gebilde, ein architektonisches Monstrum, das Gesamtgebäude erweitert werden.
Die Resonanzen sind sehr unterschiedlich, aber der größte Teil der Befragten lehnt diese Konstruktion ab.
Das weithin sichtbare Ungetüm war ursprünglich mit 34 Mio. € veranschlagt, die nun bekannt gewordenen Mehrkosten verteuern das Objekt um rund 14 %.
Beim Hallenbad in Rheinhausen durften keine Mehrkosten entstehen!

Wie eine aktuelle Vorlage widerspiegelt, würde jetzt, bei höheren Baukosten des Hallenbads, der Sprungturm oder das Planschbecken nicht mehr gebaut. Diese Aussage gilt auch für einen zweiten Warmwasserkreis mit Kosten von 77.000 €, welcher für das Warmbaden der Senioren und Kleinkinder errichtet werden müsste (Mehrkosten rund 1 %).

Für architektonisch wie ästhetisch zweifelhafte Protzbauten in der Stadtmitte gelten offensichtlich ganz andere Maßstäbe als für das Wohl der Bürger in unserem Bezirk.


Reiner Friedrich

Fraktionsvorsitzender SPD Rheinhausen