Zu der Entscheidung einer schwarz-grün geführten Mehrheit im Duisburger Rat , das Bürgerbegehren zum Erhalt des
Toepperbades abzuschmettern, äußern sich die beiden Sprecher der sieben linksrheinischen SPD-Ortsvereine, Jürgen C.
Brandt, Mitglied des SPD-Stadtvorstandes und Rainer Bischoff, Landtagsabgeordneter kritisch:
Es ist eine
großartige, demokratische Leistung von über 27.000 Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt, das Rathaus in Duisburg gezwungen zu haben,
noch einmal über das Freibad Toeppersee nachdenken und entscheiden zu müssen. Sie haben ihren Willen unmissverständlich deutlich
gemacht und Duisburg zu einem echten Stück bürgernahen Kommunalpolitik verholfen.
Die SPD, die das in der Hand der Bürgerschaft liegende Begehren von Anfang an unterstützt hat, dankt insbesondere den drei
Sprechern, Hajo Klein, Gerda Peto und Dieter Zeller für ihr kluges Bemühen, den Bürgerwillen in einem für alle
Seiten tragfähigen Vertragsangebot durchzusetzen.
Umso bedauerlicher ist die Uneinsichtigkeit und kleinkarierte
Rechthaberei der von CDU und Grünen in Duisburg organisierten Politmehrheit. Geradezu bürgerfeindlich muss dabei auf die
Bevölkerung die langwierige Prüfung der mehr als reichlichen Unterschriftenzahl und das verzögernde, taktisch geprägte Verhalten des
OB in den Gesprächen wirken.
Den Gipfel arroganter Ausnutzung gesetzlicher Fristen stellt allerdings die
Anberaumung des Bürgerentscheides auf den 16.12.2007, nur eine Woche vor dem Weihnachtsfest dar. Offenbar hofft man
im Rathaus, mitten im Winter das Interesse der Bürgerschaft an dem Thema Freibad tottreten zu können und für eine geringe
Wahlbeteiligung zu sorgen.
Dies darf den bürgerfernen Rathaus-Taktikern nicht gelingen! "JETZT
ERST RECHT" ist daher das Motto der linksrheinischen Sozialdemokraten, die auf den mobilisierbaren Zorn und den Wahl-Eifer der
Duisburger Bürgerschaft zählen.
"Es den Bürgern möglichst schwer zu machen", glauben Brandt und Bischoff,"kann
zu einem echten Motivationsschub werden!"
Die beiden SPD-Sprecher werden jetzt auf ihren Stadtverband
zugehen und um massive Unterstützung in ganz Duisburg bitten. "Wenn im Spätherbst an Hunderten von Info-Ständen und mit
tausenden verteilten Flugblättern alle Duisburger erfahren, dass es um den stadtweiten Grundsatz des Erhaltes von Bürgereinrichtungen
geht, werden wir die hohe Abstimmungshürde überwinden," sind beide optimistisch und kampfbereit, "und dann bekommen die
Neinsager im Rathaus eine vorweihnachtliche Überraschung: statt Geschenken gibt’s die Polit-Rute!"