Resolution des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen zum Haushaltssicherungskonzept
Bürgerliches Engagement und freiwillig geleistete Dienste von Personen aller Generationen stärken die Kommunen
von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann ein breites bürgerschaftliches Engagement den Kommunen großen Nutzen bringen. Deshalb ist es wichtig, Ehrenamtliche aller Generationen zu fördern und zu pflegen. Für eine Gesellschaft, die zukünftig verstärkt freiwillige Arbeit benötigt, ist es gut, auf sozial engagierte Ehrenamtliche zurückgreifen zu können. Die Kommunen, deren Kassen leer sind, sparen durch Gemeinsinn und Solidarität der Bürger Geld. Auch die Ehrenamtlichen profitieren, denn wer Zeit, Erfahrung und Energie investiert, bekommt neue Kontakte und einen tieferen Lebenssinn. Es gibt nur Gewinner.

Für unsere Stadt Duisburg kann das nur bedeuten, in bürgerschaftliches Engagement auf kommunaler Ebene zu intensivieren und somit die Lebensqualität in der Kommune zu verbessern. Bürgerinnen und Bürger können in den unterschiedlichsten Ehrenämtern gefunden werden, sei es bei der Hausaufgabenhilfe in den Schulen oder in der Pflegebegleitung, Nachbarschaftshilfe oder als Trainerin oder Trainer in einem Sportverein. Der Schlüssel zum Erfolg liegt aber darin, bereits bestehende ehrenamtliche Strukturen weiter zu fördern. Im speziellen müssen die freiwilligen Dienste aller vertretenen Generationen so geleitet werden, dass genau die Themenfelder besetzt werden, in denen Handlungsbedarf oder Defizite bestehen.
Ein lebendig, breit aufgestelltes Bürger Engagement fördert die kommunale Infrastruktur und stellt somit einen wichtigen Standortvorteil dar. Die Bereitstellung von günstigen Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Arbeit gehört mit zur Daseinsvorsorge.
Gerade in Zeiten knapper Kassen kann der Effizienzgewinne für die Kommunen beachtlich sein, denn heute hier investiertes Geld entlastet die Kommunen morgen.
Ehrenamtliche können die sozialen Belastungen im Vorfeld heilen oder zum Beispiel durch Nachbarschaftshilfen erheblich reduzieren.
Haushaltskürzungen wären für diesen Bereich kontraindiziert, denn ein Kahlschlag an dieser Stelle hätte nachhaltige nicht wieder zu reparierende Folgen

Vor diesem Hintergrund fordert der SPD-Bezirksverband seine Mandatsträger auf, Beschlüsse, die das bürgerschaftliche Engagement und die Freiwilligendienste beschneiden oder abschaffen, nicht mitzutragen. Die negativen Auswirkungen vor allem im Jugend-, Sozial-, Bildungs- und Kulturbereich wären damit aus der Welt.