Treibt die SPD nach links oder mit Traditionen in die Zukunft?

„Treibt die SPD nach links?“ war die Frage, die in einer parteioffenen Mitgliederversammlung des SPD Ortsvereins Rumeln-Kaldenhausen diskutiert wurde. Initiiert wurde die Veranstaltung, da gehäuft in den Medien zu lesen war, dass in der SPD ein Linkstrend festzustellen sei.
In der gut besuchten Veranstaltung stand der langjährige Vorsitzende des SPD Unterbezirks Duisburg und Bundestagsabgeordneter Johannes Pflug als Referent Rede und Antwort. Sachkundig referierte er über die Situation bei der Bundes SPD, um dann auf die Stimmung an der Basis einzugehen.
Klar herausgearbeitet wurde, dass die Traditionen der SPD problemlos auf die heutige Zeit übertragbar und weiterhin für Sozialdemokraten Basis der politischen Arbeit sind.

Mit Hans Pflug wurde in der Gesprächsrunde lebhaft über die strategische Ausrichtung der SPD diskutiert. Hier insbesondere die Frage, ob die Links-Partei es schaffen würde, SPD Bereiche zu besetzen.
Versprechungen sind leicht zu machen, so Hans Pflug, wenn sie politisch nicht umgesetzt werden brauchen. Genau so sieht die Vorgehensweise der Links-Partei aus. Sie versprechen das „Blaue vom Himmel und reiben sich die Hände, wenn Bürgerinnen und Bürger auf diese „Rattenfänger von Hameln“ Tour reinfallen.
In diesem Zusammenhang wird vermutet, dass die neuen Strömungen links der SPD zu einem Linksruck bei den Sozialdemokraten führen würden. Sozialdemokraten stehen links, ohne ins Extrem zu gehen.
Viele Sozialdemokraten haben ihr Leben gegeben, im Kampf für einen demokratischen Staat.

Sozialdemokratische Traditionen, die im Jahr 1863/64 zur Gründung der SPD führten, sind Grundlage moderner SPD Politik. Gerade die Motive, die Ferdinand Lasalle veranlassten mitten aus der Bürgerschaft eine Arbeiterpartei gegen den Kapitalismus zu gründen, leben heute mit dem „Heuschreckenkapitalismus“ wieder auf. Hier heißt es nach wie vor aufpassen, dass unsere hart erkämpften demokratischen Errungenschaften nicht den Bach runter gehen. Freiheit, Gleichheit und Solidarität dürfen keine leeren Worte sein, sondern in der Gesellschaft gelebt werden.
Die SPD ist sehr gut aufgestellt, alle heutigen Aufgaben und die der Zukunft umzusetzen. Das funktioniert nur, wenn alle anpacken, daher ist Basispolitik das A und O unserer Partei.
Politik an der Basis zeichnet sich dadurch aus, dass „das, was da oben passiert unten direkt fühlbar wird“. Meinungen äußern und dadurch mitwirken den Weg der Partei zu bestimmen, ist Grundlage des sozialdemokratischen Handelns, so Johannes Pflug. Damit bleibt stets Bewegung in der Partei, sie kann dynamisch auf das Zeitgeschehen reagieren.

Für uns Sozialdemokraten aus Rumeln-Kaldenhausen steht fest, dass wir unsere Positionen und Ideen weiterhin voranbringen und auch offensiv in der Öffentlichkeit vertreten werden.

Der Abend zeigte deutlich, dass es viele Positionen gibt, für die es sich lohnt zu kämpfen, im Interesse der zukünftigen Gesellschaft.