Nicht geahnte Proteste von Senioren begleiteten die Schließungen der städtischen Seniorentreffs in Rheinhausen.
Sparmaßnahmen zwangen Duisburg, die Führung der Seniorentreffs in die Hände freier Träger zu geben. Die
Anzahl der Seniorentreffs konnte mit diesem Schritt aber nicht erhalten bleiben. Durchgesetzt hat die SPD
Fraktion aber, dass die Umstellung als Modellversuch laufen soll. Darin wird eine Berichterstattung nach
einem Jahr gefordert und eine Überprüfung des Modells soll nach zwei Jahren durchgeführt werden.
Eine der am
besten genutzten Seniorentreffs waren die Räumlichkeiten "Auf dem Berg". Trotz Proteste und Bedenken der
SPD Fraktion, die seinerzeit auch in der Bezirksvertretung vorgetragen wurden, konnte die Schließung
nicht verhindert werden. Zwischenzeitlich haben sich diese Bedenken bestätigt, denn die als Ersatz vorgesehene
AWO Begegnungsstätte Ringstraße wird von den Bergheimer Senioren nicht so gut angenommen. Genau der
richtige Zeitpunkt, Verbesserungen des Modellversuchs zu erwirken.
Während die älteren Menschen trotz
unzweifelhaften Bedarfs kein ausreichendes Angebot in Bergheim mehr vorfinden können, verursacht das seither
ungenutzt brachliegende Gebäude des ehemaligen Seniorentreffs "Auf em Berg" weiterhin Kosten.
Das
hat die SPD Fraktion Rheinhausen veranlasst, einen Antrag in die Bezirksvertretung einzubringen, in
welchem der Oberbürgermeister Sauerland aufgefordert wird, die Nutzung des Seniorentreffs "Auf dem Berg"
wieder zu ermöglichen. Die Verwaltung soll dazu möglichst eine Kooperation mit örtlichen Vereinen und Verbänden
mit entsprechenden Nutzungskonzepten entwickeln, damit der Seniorentreff noch im ersten Halbjahr 2005
wieder eröffnet werden kann.
Da das Gebäude bisher weder vermietet noch einer anderen Nutzung zugeführt
werden konnte, ist mit seinem Verfall zu rechnen. Die AWO war seinerzeit bereit, die Betriebsführung
auch in den Räumlichkeiten "Auf dem Berg" durchzuführen, wenn sich dieses im Kostenrahmen der anderen
Seniorentreffs realisieren ließe. Dies wurde seinerzeit abgelehnt, weil man für die Gesamtfläche Miete und
Energiekosten in Rechnung stellen wollte, obwohl für die Nutzung nach den neuen Konzepten nur ein reduzierter
Raumbedarf erforderlich war.