Für viele Schüler und Pendler beginnt der Morgen mit einer Bahnfahrt. Verschlafen
steht man am Bahnsteig, versucht die ersten Gespräche mit Freunden und wartet auf
seinen Regionalexpress. Ansagen der Bahn AG sind in diesem Zusammenhang unerwünscht, denn sie
bedeuten in der Regel Verspätungen. Und dann folgendes Ereignis letzen Montagmorgen, an dem es
sowieso meist schwierig ist überhaupt aus dem Bett zu kommen:
Der
Bahnsteiglautsprecher meldet sich und die Gespräche verstummen, Unmut breitet sich
aus. Aufmerksam wird versucht die Ansage zu entschlüsseln, die da lautet:
"Der
Regionalexpress von Xanten Richtung Duisburg wird heute aus zwei Einzelzügen
bestehen, die im Abstand von fünf Minuten hintereinander herfahren. Der erste Zug hat ein neues
Softwareupdate erhalten, welches mit dem des zweiten Fahrzeugs nicht kompatibel ist".
Aha, nun hat dieses Problem auch im Zugalltag Einzug gefunden. Der gestresste Mensch, der im
Büro oder zu Hause mit Rechnern umgeht oder umgehen muss, kennt die Update Problematik. Um auf dem
Laufenden zu bleiben, nimmt der Durchschnitts Anwender, der Autor ist inbegriffen, jedes Angebot
zum "Software Update" war. Ist erst einmal dieser Schritt geschafft, wird es meist nicht lustig.
Der Computer wird hochgefahren - man wundert sich über diesen Begriff, denn der komplette Rechner
verbleibt an seinem Platz - und die Standardprogramme gestartet. Nun kommt es bei älteren, in der
Regel wichtigen Programmen, zu Abstürzen, Verklemmungen und ähnlichem, häufig hilft jetzt nur noch der
allseits bekannte "Affengriff" (Tasten Strg – Alt – Entf gleichzeitig drücken).
Trifft nun
dieses allgemein bekannte Phänomen auch die Bahn AG? Softwareunverträglichkeit führt, wie man
in obigem Beispiel der Bahn sieht, zu Vereinzelung.
Dass Schüler und Pendler ein gutes
Immunsystem brauchen, ist hinlänglich bekannt, das Leben mit den unterschiedlichsten Viren gehört einfach
zum Alltag. Wie steht es aber mit der Virenempfindlichkeit der Bahnsoftware aus? Wie stabil ist hier
das Immunsystem? Diese Frage ist noch gar nicht geklärt.
Der Bahnkunde kann nur hoffen, dass bei allen
Softwareunverträglichkeiten die Kommunikation nicht auf der Strecke bleibt, denn sonst gäbe es
zukünftig nur noch Einzelzüge und alle Lautsprecher der Bahn wären sprachlos.