Stellungsnahme der SPD-Fraktion zur Anzeigenkampagne der Arbeitsgemeinschaft der Marktkaufleute

Wenn man die Anzeigenkampagne der Arbeitsgemeinschaft der Marktkaufleute liest, muss man sich fragen, wem gehört eigentlich der Marktplatz.
Unverschämt und in keiner Weise richtig ist die Behauptung, die Bezirksvertretung (BV) hätte am letzten Donnerstag einen Beschluss für die Gestaltung oder Nichtgestaltung des Marktplatzes gefasst.
Zum Thema Marktplatzgestaltung wurde in der letzten Sitzung überhaupt kein Beschluss gefasst.

Richtig ist, dass die SPD einen Antrag zur Marktplatzgestaltung zurückgezogen hat, weil dieser Antrag zum jetzigen Zeitpunkt keine Mehrheit gefunden hätte. Es gibt noch eine Menge Mandatsträger (Herr Lisken und vor allem die Vertreter der CDU), die davon träumen durch den kompletten Hallenaufbau der abgerissenen unter Denkmalschutz stehenden alten Kruppschen Hauptwerkstatt, der Kosten von mehr als 0,7 Mio. € verursachen würde, die historische Geschichte Rheinhausens zu retten. Mit dieser Rettungsmaßnahme sind sie leider etwas spät dran. Die Halle ist längst abgebrochen und nicht mehr komplett vorhanden; wer soll den Wiederaufbau finanzieren und das noch bei solch einer immense Summe.

Die SPD, die auch gerne die Halle erhalten oder an anderer Stelle wiederaufgebaut hätte, musste diesen Gedanken schon im Juni verwerfen, nachdem eine umfangreiche Standortuntersuchung durchgeführt wurde. Diese Mühe hat sich die CDU bis heute nicht gemacht. Sie hatte zwar schon im Februar, bei der Vorstellung eines Planungs-Vorschlages der Verwaltung, großmundig eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die konkrete Vorschläge für eine Umsetzung und einen Standort machen sollte.

Arbeitsergebnis der CDU Arbeitsgruppe:
Bis zur Sitzung im September kam bisher nichts außer einem Prüfauftrag an die Verwaltung, den Bürgermeister Johann-Asch-Platz als Standort zu prüfen.

Diesbezüglich macht der bisher von der Verwaltung nicht abschließend beantwortete Antrag der GRÜNEN Sinn, die noch vorhandenen Rundbögen der ehemaligen Hauptreperaturwerkstatt im Bereich des Rheinparks Rheinhausen aufzubauen. Diese könnten dann als Landmarke betrachtet werden und würden nur ein Teil des jetzigen Denkmales nutzen. Dies stellt dann zwar nur noch den Erinnerungswert, wie beim SPD-Vorschlag für den Markt, dar, denn als Denkmal müsste die komplette Halle errichtet werden.

Bezüglich der Anzeige der Marktkaufleute fordert die SPD eine Richtigstellung der Behauptung in der Anzeige.
Erstaunlich ist, dass die Marktkaufleute, die ja sonst immer so jammern, für solch eine teure Anzeige Geld haben.
Wenn sie soviel Geld in ihrer Kasse haben, dann können sie sich ja künftig auch an der Weihnachtsbeleuchtung des Bezirks Rheinhausen beteiligen.