Standortuntersuchung für die Aufstellung der Bögen der Hauptreparaturwerkstatt des ehemaligen Krupp-Hütterwerks

Die Geschichte der Hauptreparaturwerkstatt von Krupp Rheinhausen beginnt um die Jahrhundertwende 1900. Auf dem Gelände des Kruppschen Hüttenwerks wurde eine außerordentliche Stahlkonstruktion errichtet, die im Jahr 1902 auf der Industrie- und Gewerbeausstellung in Düsseldorf prämiert wurde.
Mit dem Tod des Hüttenwerks Rheinhausen geriet die denkmalgeschützte Hauptreparaturwerkstatt ins Abseits. Es gab einige Ansätze, die Hauptreparaturwerkstatt zu nutzen, leider haben diese nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Die Halle wurde abgerissen und teilweise eingemottet.
Um herauszufinden, an welchen Stellen von Rheinhausen das Industriedenkmal Hauptreparaturwerkstatt überhaupt wiederaufgebaut werden kann, hat der Bezirksverband Rheinhausen und der SPD Ortsverein Hochemmerich eine Standortuntersuchung durchgeführt.


Warum musste dieses Industriedenkmal abgerissen werden?
Durch die Einrichtung eines Logistikzentrums, welches schon nach kurzer Zeit die Fläche der Hauptreparaturwerkstatt benötigte, stellte die Halle ein Hindernis für den Ausbau neuer Firmen dar.
Nach dem Motto: Was stört muss weg, kam dann der Abriss des kompletten Gebäudes mit Zwischenlagerung der preisgekrönten Stahlbogenkonstruktion.

Politik und Verwaltung stehen seitdem in Verbindung, um einen neuen Standort für die denkmalgeschützte Hauptreparaturwerkstatt zu finden. Viele Vorstellungen mussten rasch begraben werden, da sich die Kosten dafür nicht realisieren ließen.
Bisher konnte weder der Haushalt der Stadt Duisburg, noch Fördermittel des Landes oder der EU aktiviert werden.

Was tun?
Eine guter Ansatz der Verwaltung, die Hallenkonstruktion partiell auf dem Hochemmericher Marktplatz zu installieren ist mit den Stimmen der CDU abgelehnt worden. Eine weitere Idee, die von der AG60plus der SPD mit der Hilfe von Architekten ausgearbeitet wurde, fand keine politische Mehrheit. Es sollten mehrere der markanten Rundbögen auf dem Markplatz aufgestellt werden.
Neben dem Erinnerungswert hätte der triste Markplatz endlich eine optische Aufwertung erhalten, welche über Rheinhausen hinaus für Furore gesorgt hätte.

Alles vertan!

In der entscheidenden Sitzung der Bezirksvertretung Rheinhausen zog die SPD Fraktion ihren Antrag zurück, da er nicht mehrheitsfähig war.

Die ewigen Neinsager brachten alternative Prüfungsvorschläge ins Gespräch, die von vornherein keine Aussicht auf Realisierung haben, sei es wegen der anfallenden Kosten oder bedingt durch den Standort.
Gerade hier fällt auf, dass bereits geprüfte Standorte wieder in die politische Diskussion gebracht wurden.


Leider glauben viel mehr Menschen leichter einer Ausrede, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen ganz neu ist.