Die Versuche der CDU, das Bürgerbegehren in Misskredit zu bringen und in eine parteiliche Ecke zu stellen, ist
kaum noch zu ertragen.
Parteien abzusprechen, ein solches Bürgerbegehren unterstützen zu dürfen, bloß weil der Rat
das Projekt abgelehnt hat, ist schon eine Dreistigkeit für eine Partei, die dies selber bei der Ansiedlung der Forensik in
Hohenbudberg praktiziert hat. Denn gerade Herr Seidelt, der sich jetzt im Namen der CDU immer zu Wort meldet,
hat noch im Landtagswahlkampf, wo er Kandidat der CDU war, verkündet:
"Wenn wir jetzt auch noch in
Düsseldorf den Wechsel schaffen, müssen diesbezüglich die Karten neu gemischt werden und im Landgerichtsbezirk Duisburg ein anderer
Standort gefunden werden".
Der Wechsel hat in Düsseldorf stattgefunden und die CDU in Duisburg und in Rheinhausen
hat nichts unternommen, geschweige etwas erreicht. Im Herbst wird der Grundstein gelegt für eine Forensik mit stark
abgespecktem Programm, dafür aber mit mehr Insassen. Die SPD Fraktion will das gar nicht weiter kommentieren, denn
die Fakten sprechen für sich.
Der Rat der Stadt Duisburg hat seinerzeit das Bürgerbegehren zur Forensik gegen die rechtlichen Bedenken des
Regierungspräsidenten zugelassen und somit den Bürgerentscheid ermöglicht. Dies scheint aber nach den bisherigen
Äußerungen von Herrn Seidelt beim Bürgerbegehren für das Toepperseebad wohl nicht so zu sein, denn er verfügt wohl schon über
weitergehende Informationen und spricht ja schon von formalen und verfassungsrechtlichen Hürden.
Für die SPD
ist kaum verständlich, wie man sich so gegen den Bürgerwillen stellen kann. Noch im Herbst letzten Jahren hat der CDU
Fraktionsvorsitzende Herr Seidelt verkündet, wer das Toeppeseerbad schließen will, würde uns ein Teil unserer Rheinhauser Seele
nehmen, denn das Toepperseebad ist ein wesentlicher Teil der Seele Rheinhausens.
Herr Seidelt sollte wissen,
wie schlimm es ist an der Seele zu erkranken und wie schlimm erst, wenn man einen Teil davon herausreißt.
Wir wollen nicht,
dass wir und unser Bezirk daran erkrankten, daher kämpfen wir dafür, mit den Bürgern im Bürgerkomitee mit allen uns zur Verfügung
stehenden demokratischen Mitteln.
Die CDU Rheinhausen scheint aber aufgrund der getätigten Äußerungen diesen Eingriff in die Rheinhauser Seele gar
nicht wahrgenommen zu haben, die CDU scheint diesbezüglich schmerzfrei zu sein.
Reiner Friedrich
SPD Fraktions-Vorsitzender