Kaum hat der Rat den Eigenbetrieb Sport beschlossen, wissen wir, wie die Einschränkung
"soweit wie möglich" zum Bäderkonzept seitens der CDU im Bezirk interpretiert wird. Hier
hat die Bezirks-CDU schon den gemeinsamen Beschluss der BV Rheinhausen verlassen,
denn dort steht eindeutig, dass die Freibademöglichkeit am Toeppersee erhalten bleiben soll und
zu dieser Aussage stehen die SPD, FDP-BL und Achim Brendel und wahrscheinlich auch die Grünen.
Es ist zwar richtig, dass die SPD alleine in der BV nicht die Mehrheit hat, aber die CDU
auch nicht, auch nicht mit den Grünen zusammen, denn hier hat sich politisch etwas bewegt.
Ein
Hallenbad alleine am Toeppersee, nur weil der Standort in der Mitte des Bezirks
liegt, ist ein schwaches Kriterium. Das neue Bad könnte dann genauso gut am alten
Standort Schwarzenberger-Straße oder im Umfeld errichtet werden, denn mit dieser Entscheidung würden sogar
die Kosten für den Schulbus von 122.000 Euro/Jahr gespart.
Es ist schon interessant, wie
die CDU arbeitet. Es soll ein Workshop installiert werden und alle sind beschäftigt - einschließlich
der Mandatsträger der CDU. Das heißt:
Nicht alle Mandatsträger der CDU, denn Herr Seidelt nimmt an
diesem Workshop gar nicht teil.
Interessant zu wissen ist dabei, dass die von Herrn Seidelt
favorisierte Variante, die auch vom OB als eine mögliche Alternative ins Gespräch gebracht wurde, als
Vorlagemodell "Südbad Oberhausen" nun doch nicht mehr gebaut wird.
Dies ist keine qualitative
Bewertung, aber man sollte wissen:
Aufgrund der CDU Äußerungen sehen wir in der Durchführung eines Workshops derzeit wenig Sinn, denn
wofür sollen wir Zeit investieren, wenn die wesentlichen Grundzüge nach Meinung des CDU-
Bezirksfraktionsvorsitzenden festgeschrieben sind. Man kann letztlich nur hoffen, dass das Wort des OB mehr
gilt als die großspurigen Sprüche des Herrn Seidelt und der übrigen Mitglieder der CDU-Bezirksfraktion.
Der SPD Bezirksverband und die Fraktion haben ihr Ohr in Sachen Bäder näher am Bürger als Herr Seidelt und die
CDU. Wir sagen:
"Herr Seidelt, die Bürger in Rheinhausen wollen die Freibademöglichkeit am Toeppersee!"
Übrigens:
In Oberhausen wird es zum dortigen Bäderkonzept und auch zur geplanten Schließung
mehrerer Bäder, einen Bürgerentscheid geben. Vielleicht wäre das auch eine Lösung für Duisburg.