Die SPD fordert geschlossene Seniorenbegegnungsstätten wieder zu reaktivieren

Viel Unruhe gab es in Rheinhausen, nachdem die städtischen Seniorenbegegnungsstätten aufgegeben wurden. Einige wurden in die Trägerschaft von karitativen Einrichtungen eingebunden, andere komplett geschlossen.
Zu den Leidtragenden gehören vor allem die Senioren von Bergheim und Friemersheim, deren sehr beliebte Tagesstätten komplett geschlossen wurden.
In einem Modellversuch sollte nun getestet werden, wie das neue System angenommen wird. Die Zahlen beweisen es, es hat nicht funktioniert.
Daher fordert die SPD Fraktion Rheinhausen:
Öffnet wieder die beliebten Seniorenbegegnungsstätten "Auf dem Berg" und Clarenbachstraße".

Der Bezirksvertretung Rheinhausen wurde in einer der letzten Sitzungen ein Bericht über die Umsetzung des neuen Förderkonzeptes der Begegnungs- und Beratungszentren für Seniorinnen und Senioren sowie der Seniorentreffs in Duisburg West vorgestellt. Erfahrungen vor Ort haben gezeigt, dass der dort benutzte Zahlenwert nicht der Realität entspricht.
Die Neukonzeption der Altenbegegnungsstätten hat dazu geführt, dass viele Besucher der ehemaligen Altenbegegnungsstätten "Clarenbachstraße" und "Auf dem Berg" in Rheinhausen auch aus geographischen Gründen die neuen Alternativen nicht annehmen und zu Hause bleiben.
Die Zahl der Besucher hat gegenüber früherer stark abgenommen.

Daher fordert die SPD Fraktion Rheinhausen in einem Antrag die Verwaltung auf, folgende Punkte umzusetzen:

  1. Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, die städt. Immobilie Clarenbachstraße in Rheinhausen mietfrei der örtlichen Senioreninitiative zur Verfügung zu stellen, mit dem Ziel einen ehrenamtlich betriebenen Seniorentreff einzurichten.
    Zu diesem Zweck wird die existierende Initiative aufgefordert, einen Trägerverein zu gründen und mit örtlichen Vereinen und Verbänden ein Nutzungskonzept zu entwickeln.
  2. Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, die städtische Immobilie "Auf dem Berg" in Rheinhausen mietfrei zur Nutzung zur Verfügung zu stellen, sofern ein örtlicher Trägerverein sich bereit zeigt, ehrenamtlich ein Seniorentreff zu betreiben und ein entsprechendes Nutzungskonzept vorzulegen. Die Verwaltung wird aufgefordert, auf Wunsch Hilfestellung zur Realisierung zu geben.
  3. Instandhaltungs- und Renovierungskosten der oben genannten Immobilien verbleiben beim IMD.
  4. Die oben genannten Immobilien werden probeweise den zu gründenden Trägervereinen für ein Jahr zur Verfügung gestellt.

Da die beiden oben genannten Gebäude zurzeit leer stehen und es Bürger gibt, die bereit sind, den Betrieb auf ehrenamtlicher Basis wieder aufzunehmen, sollten die Gebäude den in diesem Zusammenhang zu gründenden Trägervereinen mietfrei zur Verfügung gestellt werden.

Die Kostenrechnung zeigt, dass bei Betrieb von Altenbegegnungsstätten durchaus Einsparungen im Bereich Hilfe zur Pflege und Pflegewohngeld zu erzielen sind.

Dieser abweichende Antrag der SPD Fraktion der Bezirksvertretung Rheinhausen ist gestellt worden, da sich kein karitativer Verein gefunden hat, die betreffenden Altenbegegnungsstätten zu betreuen.