Mit ihrer Darstellung zur Errichtung einer Freizeitanlage (Harryland) mit Naturschwimmbad an der Tegge in Duisburg Rheinhausen beschönigt
DuisburgSport die Ausgangssituation in ihrem aktuellen Wirtschaftsplan. Dort ist zu lesen, dass zur weiteren Planung ein Bebauungsplan
aufgestellt werden muss.
Nicht das jetzt vorgestellte große Vorhaben macht erst einen Bebauungsplan erforderlich,
sondern bereits die ursprüngliche Planung zur Errichtung eines Naturbads Tegge mit ein paar weiteren Freizeitaktivitäten. Zumindest eine
Änderung des gültigen Bebauungsplanes Nr. 9 der ehemaligen Gemeinde Rumeln-Kaldenhausen hätte durchgeführt werden
müssen, denn für die geplanten Eingriffe, wie z.B. Veränderung der Wegebeziehungen, wäre eine zusätzliche Genehmigung nach dem
Landschaftsschutzgesetz erforderlich gewesen. Zusätzlich hätte, durch die Nutzung der Tegge als Badegewässer, eine Genehmigung nach
dem Wasserhaushaltsgesetz beantragt werden müssen. Das alles geht natürlich nicht ohne die entsprechenden
Fachgutachten!
Durch mehrere Anfragen und Anträge hat die SPD in der Bezirksvertretung Rheinhausen auf diesen Sachverhalt hingewiesen.
DuisburgSport hat nicht reagiert, bis heute wurde nichts beantragt oder in Auftrag gegeben.
Beim
Vorhaben Harryland kann es sogar sein, dass ein Planfeststellungsverfahren erforderlich ist. Auch die
für solche Planungen notwendige Umweltverträglichkeitsvorstudie wurde bisher nicht durchgeführt.
Eine Überarbeitung der festgeschriebenen Ziele des Gesamtfreizeitkonzeptes für den Toeppersee wäre ebenfalls erforderlich. Es liegt
auf der Hand, dass bei solchen Planänderungen mit dem Widerstand der Anwohner zu rechnen ist, denn dieser wurden ja
bereits angekündigt.
Wie dann ein solches Verfahren ausgeht, kann man zurzeit nicht beurteilen, da noch keine belastbaren
Planungen auf dem Tisch liegen.
Da das Toepperseegebiet nicht nur von Harryland genutzt werden würde,
sondern im Sommer vielen Bürgern zur Freizeit und Erholung dient, müssen noch viele Fragen geklärt werden, denn die
vorhandenen Parkplätze und Zufahrten wären nicht nur für Harryland da.
Hierfür müsste eine eigene Infrastruktur in
Teilbereichen geschaffen werden, deren Lösung bisher nicht bekannt ist und die der Investor bisher auch nicht in
seiner Kalkulation berücksichtigt hat.
Zu glauben, dass das alles innerhalb dieses Jahres gelöst werden könnte, entbehrt
jeglicher Realität.
Wenn man den Aussagen der Verwaltung und DuisburgSport glauben könnte, dann
müsste an der Tegge schon seit mehr als zwei Jahren ein Naturbad vorhanden sein. Bei Schließung des Freibades Toeppersee hieß es doch, dass
das Naturbad Tegge spätestens ein Jahr nach Schließung des Freibades zur Verfügung stehen könnte.
Fakt ist aber:
Zu allen Übel soll jetzt auch noch das Freibad Kruppsee geschlossen werden.
Welch eine Freude für die Rheinhauser
Bürger!!