Bekommt Rheinhausen noch ein Freibad an der Tegge? von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (13.01.2011)
Oberbürgermeister Adolf Sauerland hat den Rheinhauser Bürgern noch vor Schließung des Toeppersee Freibades die Errichtung eines Naturbades an der Tegge versprochen. Mittlerweile sind mehr als vier Jahre vergangen und wir wissen noch nicht einmal, ob ein solches Bad an der Stelle genehmigungsfähig ist. Duisburgsport hat sich bisher auch nur halbherzig bemüht, hierfür einen Investor zu finden. Eine abschließende Lösung gibt es bis heute nicht. Es wird immer auf die Ausschreibung und die Verhandlung mit den Investoren verwiesen. Bis heute ist nicht klar, welche abschließende Lösung denn überhaupt realisierbar ist.
DuisburgSport sagt immer, dass der Investor die Planungen bezahlen soll und muss. Aber welcher Investor gibt schon viel Geld für eine Planung aus, wenn er gar nicht weiß, was und ob etwas genehmigt wird. Hier muss Duisburgsport erst einmal die Rahmenbedingungen konkretisieren und die Genehmigungsfähigkeit herstellen, sonst wird sich hier auch weiterhin kein Investor finden lassen. Wenn die Durchführung der Planung Naturbad Tegge nicht möglich ist, dann muss das Projekt abgeschlossen werden - lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Vielmehr sollte dem Bürger dann eine sichere nutzbare Möglichkeit zum Schwimmen geschaffen werden, indem die Tegge zu einer sogenannten „Offenen Wasserstelle“ umgebaut und das Umfeld entsprechend mit Toilettenanlagen, Duschen und Gastronomie aufwertet wird. Beispielhaft hat das die Stadt Lünen umgesetzt. Diese hat in einem Naherholungsgebiet um den Horstmarer See einen 5000 qm großen Strand mit Liegewiese, Kiosk, Duschen und WC geschaffen, der für jedermann nutzbar ist. Vorstellbar wäre bei diesem Konzept auch, das neue Hallenbad Toeppersee einzubinden, damit wieder eine bessere Attraktivität geschaffen werden kann und mehr Besucher das Bad nutzen.

Für das Toeppersee Naherholungsgebiet muss eine abschließende Lösung im Interesse des gesamten Freizeitkonzeptes geschaffen werden. Dies ist die eindeutige Forderung der fünf im Bezirksverband organisierten SPD Ortsvereine und hier muss auch der Oberbürgermeister beim Wort genommen werden, von dem man seit der Eröffnung des Hallenbades in dieser Sache nichts mehr gehört hat. Die SPD-Fraktionen werden in dieser Sache auch in den nächsten Wochen parlamentarisch aktiv werden, um die Umsetzung des Freizeitkonzeptes Toeppersee noch mal anzustoßen, um endlich den Stillstand zu beenden, denn die Schaffung einer offenen Wasserstelle ist das Mindeste, was nach den Versprechungen des Oberbürgermeisters nach der Schließung des Freibads Toeppersee kommen muss.
Der Süden Duisburgs bekommt jetzt mit dem neuen Hallenbad seine gewünschte Lösung. In Rheinhausen jedoch sind selbst die Versprechungen, die in Verbindung mit der Hallenbad-Planung gegeben wurden, noch nicht einmal erfüllt und dadurch der wirtschaftliche Erfolg in Gefahr. Die Akzeptanz bei den Rheinhauser Bürgern ist nicht gegeben, der Verlust an Besuchern spricht hier eine klare Sprache.

Hier muss unbedingt nachgebessert werden, denn erst ein angenommenes Bad führt zum Ansteigen der Besucher und damit zur Einnahmeverbesserung bei DuisburgSport. Wieso die Maßnahmen zur Akzeptanzverbesserung, die nur eine geringe Kostenüberschreitung zur Folge gehabt hätten, nicht durchgeführt wurden, ist für uns nicht erklärbar, da dies, wie von uns zuvor angekündigt, nur zu wirtschaftlichen Nachteilen führt.