Wenn an die Person des Buddhas gedacht wird, stellt man ich im Allgemeinen einen gut
beleibten, gemütlichen Herrn mittleren Alters vor. Wie falsch diese Vorstellung ist, erfuhren die
Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AsF) des SPD Ortsvereins Rumeln-
Kaldenhausen bei der Besichtigung der Ausstellung "TIBET - Klöster öffnen ihre Schatzkammern"
in der Villa Hügel.
Die Besichtigung gestaltete sich als besonders
wertvoll, da die Mitgestalterin der Ausstellung und des dazugehörigen Katalogs die Führung übernahm. Sie
weckte das Verständnis für die exotische Kultur und erläuterte deren Hintergründe.
Der
Buddhismus sucht einen Pfad zur Reinheit mit dem Ziel, den Kreislauf des Leidens durch Erleuchtung zu
verlassen, ein langer und schwieriger Weg. Die Teilnehmer erfuhren aber auch, dass es ein Turboverfahren zur
Erleuchtung gibt. Mönche, die diesen Weg beschreiten, leben in vollständiger Askese und verzichten auf
alles, um so dem Erleuchteten nachzueifern.
Da die Tibeter Nomaden waren und es auch noch sind,
beherrschten sie nicht die hohe Kunst der Metallverarbeitung, wie sie zur Herstellung der aus Kupfer
getriebenen Figuren und Kunstwerke nötig war. Das Problem wurde gelöst, indem Kunstschmiede aus Nepal
eingeladen wurden, die Kunstwerke für die Klöster herzustellen, eine sehr frühe Form von "Gastarbeitern".
Das Ergebnis ist enorm, fein ausgearbeitete Buddhas, tausendarmige Gottheiten und feuervergoldete
Mandalas, teilweise älter als 1500 Jahre. Hier kommt schnell die Frage auf, mit welchen Werkzeugen die
Künstler dieses zuwege bringen konnten.
Nicht vergessen werden dürfen die wunderschönen seidenbestickte
Wandbehänge, die so genannten Thankas.
Nach so viel Neuem war Zeit, dem Körper und damit den
Geist zu stärken.
Im Cafè Heimliche Liebe, direkt der Villa Hügel gegenüberliegend, konnten
dann bei schöner Aussicht, leckerem Kaffee und Kuchen die Eindrücke besprochen werden, denn erst die
Summe des Erlebten bringt die Erfahrung.