Leserbrief zu dem Artikel „Nicht gegen die Natur arbeiten“ vom 6.7.2009 über die Algenpest am Toeppersee und den Erklärungen von Herrn Stadtdirektor Dr. Peter Greulich
von Hans Joachim Klein, Mitglied der SPD-Bezirksfraktion Rheinhausen

Da brat mir doch einer einen Storch! Bereits im Februar 2006 stellten die Vorsitzenden der Vereine am Toeppersee nach § 24 der Gemeindeordnung einen Antrag mit dem Inhalt, "die Stadt möge das Nötige in die Wege leiten, um der Algenpest ein Ende zu bereiten." Herr Dr. Greulich hat es bis heute noch nicht einmal für erforderlich gehalten, den Vorsitzenden der Vereine einen schriftlichen Bescheid zukommen zu lassen.
Den Politikern der Bezirksvertretung Duisburg Rheinhausen wurde vor etwa einem Jahr durch einen Mitarbeiter von Herrn Dr. Greulich erklärt: „die Untersuchungen des Gewässers durch ein externes Institut sowie die bisherigen Erfahrungen hätten gezeigt, dass nur ein Ausbaggern des Sees für Abhilfe sorge. Aus diesem Grunde würden die erforderlichen Haushaltsmittel in den Haushaltsplanentwurf eingearbeitet und die erforderlichen Genehmigungen unverzüglich eingeholt. Danach würde man mit dem Ausbaggern beginnen.“
Ein Jahr später erklärt Herr Dr. Greulich, dass man erst die Ergebnisse der unterschiedlichen Versuche in anderen Städten abwarten will.

Sollte dann die Auskiesung des Toeppersees ins Auge gefasst werden, werde dies eine lange Kette von Genehmigungsverfahren nach sich ziehen.

Der Rat der Stadt hat zwar die erforderlichen Finanzmittel für die Auskiesung bereit gestellt, Herr Dr. Greulich hat es aber bis heute nicht für nötig gehalten, „die lange Kette von Genehmigungsverfahren“ zu beantragen.

Es wird Zeit, dass in dieser Stadt ein Paradigmenwechsel stattfindet.
Die Stadt sollte ihre Beweglichkeit nicht nur bei den Bauprojekten in der Innenstadt unter Beweis stellen.

Auch die Randbezirke erheben den Anspruch, mit ihren Problemen ernst genommen und unterstützt zu werden.