Im Rahmen des Wahl-Marathons radelte SPD-Oberbürgermeisterkandidat Jürgen C. Brandt vergangenen Samstag zusammen mit dem
Sprecher der SPD in der Bezirksfraktion, Reiner Friedrich, und den örtlichen Rats- und Bezirkskandidaten um den Toeppersee.
Gemeinsam trotzten die Fünfzehn dem Unwetter und verschafften sich bei den Vereinen einen Eindruck über deren
Engagement. Zur Sprache kamen aber auch ihre Nöte und Sorgen.
An folgenden Haltepunkten erwarteten die
Tour-Teilnehmer Unterstellmöglichkeiten, kompetente Gesprächspartner und warme Getränke:
Hauptbeschwerdepunkt war bei allen die "Kanadische Wasserpest", ein Algenbefall des Sees, der sportliche
Aktivitäten behindert und teilweise gefährlich macht.
Längst liegen die Beschlüsse der Bezirksvertretung zur
Sanierung vor und auch das Geld schien bereit zu stehen.
Über die Verkrautung des Sees
klagen sowohl die Angler, wie auch die Segler und Surfer. Sie haben erhebliche Probleme in der Ausübung ihres Sportes.
Ferner entstehen durch die Verkrautung etliche Gefahren für Seenutzer, darauf wies der DLRG nochmals
besonders hin.
Probates Mittel wäre eine Auskiesung des Toeppersees. Obwohl im Haushalt für diese
Maßnahme 500.000 € eingestellt sind, passiert derzeit leider nichts, da die Stadtspitze im Duisburger
Rathaus untätig bleibt. Angeblich werden noch Versuche mit dem Bodenschlamm durchgeführt, wie auf Anfrage in der
letzten Sitzung mitgeteilt wurde.
Ein notwendiger Antrag auf Förderung wurde bisher nicht gestellt,
obwohl dies von Umweltdezernent Dr. Greulich schon im letzten Jahr in Aussicht gestellt worden war.
Ein weiterer Kritikpunkt der Vereine war die Verkotung der Wiesen und Anlagen durch Gänse, die eine
Spielplatz- oder Freizeitnutzung der Wiesen unmöglich macht.
Auch hier haben von der Stadtspitze zugesagte Maßnahmen nicht
gegriffen. Die BV hat auf Initiative der SPD Sonderreinigungen durch die Stadt eingefordert.
Die teilweise schlechten Rad- und Spazierwege konnten die Tourteilnehmerinnen und -Teilnehmer am
eigenen Leib "erfahren". Vielfach waren die Wege im Uferbereich nicht für Radfahrer freigeschnitten.
Sonstige Kritikpunkte waren:
Zum Schluss wurde noch der Bereich des geplanten Naturbades besucht. Trotz vieler Versprechen der
Stadtspitze ist entgegen eindeutiger politischer Beschlüsse seit 2006 nichts passiert.
Für den wunderschönen
Toeppersee muss endlich etwas getan werden - ein klarer Fall für das Rheinhausener SPD-Stadtteil-Programm, meinten die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer der Tour.