Der Arbeitskreis Umwelt des SPD Bezirksverband Duisburg-Rheinhausen hat Bürgerinnen und Bürger
gebeten, sich an einer Unterschriftensammlung zu beteiligen, die den Erhalt des
"Niederrheiners", der Bahnlinie zwischen Duisburg und Xanten, zumindest mit dem derzeitigen Angebot fordert.
Bisher haben sich schon 3377 Betroffene beteiligt und ein klares Votum für den Erhalt
der Bahnlinie abgegeben. Die Nahverkehrsverbindung ist gerade für die vielen Pendler aus dem
niederrheinischen Gebiet besonders wichtig, da diese die Fahrzeiten zu den umliegenden Großstätten
sehr kurz hält.
Die alternative Busverbindung würde im Beispiel Bahnhof Rumeln nach
Duisburg ca. 45 Minuten Fahrzeit bedeuten, gegenüber 13 Minuten mit der Bahn. Auch könnte der Bus die Anzahl der
Fahrgäste kaum bewältigen, denn es müssten mehrere hundert Personen innerhalb kurzer Zeit befördert werden.
Die gesammelten Unterschriften schickt der SPD Bezirksverband an die Schlichtungsstelle
Nahverkehr, eine Einrichtung der Verbraucherzentrale NRW, der SPD Bundestagsabgeordneten Petra Weis und dem
SPD Landtagsabgeordneten Rainer Bischoff, um sowohl die Verbraucherinteressen, wie auch die
politischen Mandatsträger für die Aktion zu gewinnen.
Warum eine solche Aktion?
Nachdem
bekannt wurde, dass Mittel des Bundes zur Unterstützung des Bahn-Nahverkehrs im erheblichen Umfang
gestrichen werden sollen, steht auch der "Niederrheiner" Duisburg - Xanten als Regionalzug zur
Diskussion.
Aus den Medien war zu erfahren, dass durch die Streichungen der Mittel die Zuweisungen für
Nordrhein-Westfahlen deutlich geringer ausfallen als bisher, so dass mit Streckenstilllegungen zu rechnen
ist. Ferner wird über Ausdünnungen beim Bahn-Nahverkehr gesprochen, die neben 700 Arbeitsplätzen auch
jeden fünften Zug betreffen.
Im Hinterkopf sollte neben der Stärkung des Nahverkehrs immer
bleiben, dass die Bundesregierung ein Versprechen gegeben hat zur Senkung der CO2 Produktion.
Gibt es eine bessere Möglichkeit Einsparungen vorzunehmen als die des ÖPNV's? Jeder Stau und Fahrten, die durch
schlechte bzw. weggefallene ÖPNV Verbindungen anfallen, führen zur Erhöhung der CO2 Abgaben.
Daher
darf gerade bei solchen günstigen Verbindungen, wie den Regionalbahnen nicht gespart werden. Sonst sind alle
Versprechungen zur CO2 Minderung nur Makulatur, belasten den Geldbeutel der Bürger und verschlechtern die
Umweltbedingungen.
Das kann nicht der politische Weg für die Zukunft sein, hier muss die Politik
auf den Bürger hören und den ÖPNV verbessern, für uns, für unsere Kinder und für unsere Zukunft.
Die Unterschriftenaktion geht weiter, der SPD Bezirksverband versucht zusätzlich Bürger aus anderen betroffenen
Gemeinden anzusprechen.
Die Ruhe vor dem Sturm, da kommt gerade der nächste Zug.
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Auch der Regen hält Christine Sattler und Helmut Herbst nicht auf. ![]() |