Die Leidensgeschichte der Verbindungsspange von der Landstraße L473neu in das Gewerbegebiet Hohenbudberg

Die Verbindungsspange in das Gewerbegebiet von Hohenbudberg hat schon eine fast so lange Leidensgeschichte wie die zweite Ausbaustufe der Landstraße L473n.
Bereits 1997 wurde diese Erschließungsstraße beantragt und 2001 von der Bezirksvertretung beschlossen. Im Jahr 2002 wurde ein Förderantrag für GVFG-Mittel gestellt, der am 09.09.2004 bewilligt wurde. Mit diesen positiven Grundvoraussetzungen wurde die Maßnahme 2005 in den Haushalt der Stadt Duisburg eingestellt. Von der Schwarz-Grünen Mehrheit im Stadtrat wurde aber, gegen die Mahnungen der SPD, die Verbindungsspange wegen anderer Maßnahmen aus dem Haushalt gestrichen. Begründung: die L473n sei noch nicht fertig.
Diese Aussage ist widersinnig, denn die Bauzeit der Verbindungsspange beträgt auch rund 2 – 3 Jahre, ihre Fertigstellung wäre also zeitgleich mit dem Bauende der L473n zusammengefallen.

Doch das Hickhack geht weiter. 2008 wurde der Bau der Verbindungsspange wieder in den Stadthaushalt aufgenommen und mit ca. 3 Mio. Euro anfinanziert. Für den August 2008 war bereits eine Vorlage zum Baubeschluss angekündigt, die dann aber von der Verwaltung kurzfristig ohne Begründung zurückgezogen wurde. Damit verschwand die Verbindungsspange auch wieder im Haushaltsentwurf 2009, es gab keinen Hinweis mehr auf diese Maßnahme.
Sie war gestrichen, ohne Begründung. Die hierfür bereitgestellten Mittel wurden für andere Projekte eingesetzt.
Die Gesamtkosten für die Verbindungsspange belaufen sich auf rund 18,8 Mio Euro, von denen die Stadt selbst 2,9 Mio. Euro zu tragen hätte. Diese könnten aber wegen der langen Bauzeit über mehrere Jahre verteilt werden.

Hoffnung keimte auf, als der Oberbürgermeister Adolf Sauerland den Bau der Verbindungsspange mit Mitteln des Konjunkturprogramms II ankündigte.
Doch die Freude war nur kurz, denn nun heißt es plötzlich, dass Straßenneubaumaßnahmen aus dem Konjunkturprogramm II herausgenommen werden.
Ein weiteres nicht eingelöstes Versprechen!
Jeder weiß, dass bei der derzeitigen angespannten Haushaltslage und den Vorgaben des Regierungspräsidenten, der Bau der Verbindungsspange für Duisburg auf lange Sicht nicht mehr möglich sein wird.
Die Leittragenden sind die Friemersheimer Bürger.