Die Bezirksvertretung Rheinhausen appelliert an DuisburgSport und den zugehörigen Betriebsausschuss und den Rat, in
dem neu zu errichtenden „Hallenbad Toeppersee“ getrennte Wasserkreisläufe für das Sport- und für das Bürgerbecken
vorzusehen, denn es gibt Anforderungen, die einfach eine höhere Wassertemperatur voraussetzen,
wie z.B. "Mutter und Kind Schwimmen". Auch so wichtige Angebote, wie Wassergymnastik für Senioren und Menschen mit
Behinderungen wären so erst möglich.
In der Mitteilungsvorlage DS 07-0495/3 wurde berichtet, dass aus Kostengründen ein gemeinsamer Wasserkreislauf für die
beiden großen Becken des neuen Bades installiert werden soll. Die Mehrkosten gegenüber getrennten
Wasserkreisläufen wurde mit 77.000 € angegeben, die nicht finanzierbar seien. Die Bezirksvertretung Rheinhausen
hat das in ihrer Sitzung am 8.5.2008 sehr kritisch diskutiert, weil damit bereits durch den Bau erhebliche
Restriktionen für den späteren Betrieb geschaffen würden.
Eine lukrative Nutzung des
neuen Bades für Wassergymnastik, für Gesundheitskurse und für Seniorenprogramme wäre damit von vornherein nahezu ausgeschlossen,
da Angebote für „Warmbadetage“ bei nur einem Kreislauf für die gesamte Wasserlandschaft schon aus Kos-tengründen voraussichtlich
kaum gemacht würden.
Vor dem Hintergrund, dass ein rasanter demographischer Wandel zu verzeichnen
ist und unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger durchschnittlich immer älter werden, ist auf Dauer mit
einer steigenden Nachfrage nach Kursangeboten und Gesundheitsprogrammen zu rechnen, so dass die Option für Warmbadetage nicht
schon mit der Planung des Gebäudes aufgegeben werden sollte.
Warmbadeangebote werden in Duisburg ansonsten nur
noch in einem anderen Bad gemacht, womit die Nachfrage sicher nicht ausreichend gedeckt werden kann.
Das bisherige weitere Angebot entfällt demnächst bekanntlich mit der Schließung des Hallenbades an der
Schwarzenberger Straße.
Die Bezirksvertretung empfiehlt daher dringend, getrennte
Wasserkreisläufe einzuplanen. Sofern eine finanzielle Kompensation für die Mehrkosten schon jetzt unabdingbar
gefunden werden muss, sollte DuisburgSport dazu Alternativen aufzeigen.