Der Oberbürgermeisterkandidat der SPD Duisburg, Jürgen C. Brandt und der SPD
Ratskandidat Manfred Krossa hatten zusammen zu einer Bürgerversammlung in die AWO Rumeln-Kaldenhausen geladen. Die
zuvor angekündigten Themen haben genau die Interessen der Bürger getroffen, so war es nicht verwunderlich, dass die
AWO mit über 50 Gästen gut gefüllt war. Im Einzelnen wurde über generationsübergreifendes Wohnen,
Planungen für ein neues Einkaufszentrum und die Projektierung des neuen Marktplatzes gesprochen.
Eine enge Gemeinschaft zwischen Jung und Alt vereint in einem Siedlungsbereich ist das Ziel des Duisburger Vereins „Wohnen im
Ruhestand” (WIR). Mit der Vorsitzenden Maren Walla-Kaufmann war es Manfred Krossa gelungen
eine Vorkämpferin für ein nichtkommerzielles Projekt Mehrgenerationenhaus in Rumeln-Kaldenhausen zu gewinnen. Das es sich
hierbei nicht um Wunschschlösser handelt, sondern schon ganz konkrete Formen angenommen hat, stellte Maren
Walla-Kaufmann in ihrem Vortrag dar. Dank der Unterstützung vor allem durch die örtliche SPD könnte es
möglich sein, bereits im Herbst dieses Jahres den Grundstein im Bereich der ehemaligen Kirchfeldschule zu legen. Hier, so
Jürgen C. Brandt, kann deutlich erkannt werden, wie wichtig es ist, dass die Politik der manchmal
etwas trägen Verwaltung auf die Sprünge hilft.
Rumeln-Kaldenhausen besitzt noch ein Filetstück für die
städtebauliche Planung, welches immer wieder Investoren zur Bebauung anregt, so auch aktuell durch die Planung eines Einkaufszentrums.
Bereits 2004, im Rahmen der Ideenwerkstatt Rumeln-Kaldenhausen, wurde von den
beteiligten Bürgern gewünscht, dass diese Fläche für die öffentliche Nutzung vorbehalten wird.
So konnte man sich gut vorstellen, hier das Bienenmuseum, die Bürgerservicestation, die
Polizeidienststelle und eine Einrichtung besonders für Jugendliche entstehen zu lassen. Dieses macht auch Sinn, da sich
die beschriebenen Einrichtungen zurzeit im verbliebenen Teil der ehemaligen Kirchfeldschule befinden,
deren Abriss nicht ausgeschlossen werden kann.
Damit verhindert wird, diese kostbare Fläche zu verlieren, hatte
Manfred Krossa einen Aufstellungsbeschluss verfasst, der einstimmig die Bezirksvertretung Rheinhausen passiert hat.
Rumeln-Kaldenhausen braucht kein weiteres Einkaufszentrum, vor allem keins, welches die bestehende Nahversorgung
gefährdet.
Dieser SPD Aussage stimmten die anwesenden Bürger voll zu. Jürgen C. Brandt
betonte an dieser Stelle noch mal sehr eindringlich sein Ziel, die Bezirke zu stärken, die vorhandene Nahversorgung zu stützen und
auszubauen, dass auch junge Familien, Senioren und Menschen mit Behinderungen problemlos in unmittelbarer Nähe zum Wohnort einkaufen
können.
Die Projektierung eines neuen Marktes an der Rathausallee stand als letzter Punkt auf der Agenda.
Auch hier werden die seinerzeitigen Ausarbeitungen der Ideenwerkstatt als Grundlage der gewünschten Planungen von der
SPD favorisiert. Ziel ist es hierbei, die Installation eines neuen Marktes, der Rumeln mit Kaldenhausen
verbinden soll, in die Wirklichkeit umzusetzen, die "Neue Mitte" Rumeln-Kaldenhausen. Ein weiterer Wunsch war, diesen
Markt multifunktional auszustatten, um neben dem Frischeangebot auch Kulturveranstaltungen und
Zirkusvorstellungen etc. zu ermöglichen. Der Markt soll ferner einen freien Blick auf den dahinterliegenden Wald bieten,
der auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Fritz gewachsen ist. Im Umfeld des Marktes würde Gastronomie begrüßt
werden und Geschäfte mit Angeboten, die bisher im Stadtteil nicht vertreten sind, so Manfred
Krossa.
Mit diesen Vorgaben würden sich auch die Bürgerinnen und Bürger wiederfinden, die seinerzeit
aktiv und sehr engagiert bei der Ideenwerkstatt mitgearbeitet hatten.
Nach einer intensiven Diskussion zu den
einzelnen Themen wurde vom SPD OB Kandidaten Jürgen C. Brand gefragt, welche weiteren Punkte von Seiten der Bürgerinnen und
Bürger noch besprochen werden sollten.
Wer nun gedacht hatte, die Veranstaltung wäre zu Ende gewesen, hatte sich schwer
getäuscht. Das Problem der Altlasten beschäftigt die Rumeln-Kaldenhausener sehr. Gibt es doch gerade in
der unmittelbaren Umgebung Kleindeponien, deren Inhalt die Bürger verunsichert. So wurde speziell auf eine Deponie der
chemischen Industrie mitten im Wohngebiet hingewiesen und darauf aufmerksam gemacht, dass sich in
unmittelbarer Nachbarschaft zum Wasserwerk Rumeln Altlasten befinden, deren Austausch mit dem Trinkwasser nicht ausgeschlossen werden
kann.
Hier muss gehandelt werden, sagten Jürgen C. Brandt und Manfred Krossa und versprachen die
Altlasten-Situation im Bezirk zusammen mit den Bürgern zu erfassen und politisch Lösungen zu finden.