In der Bürgerversammlung zum Thema "Zukunft des Freibades Toeppersee" am Montag in der Rheinhausenhalle
war einhellige Meinung der Versammlung, dass es aus unterschiedlichen Gründen gewünscht wird, eine
Freibademöglichkeit am derzeitigen Standort zu erhalten., wobei von den meisten Bürgern der Wunsch nach dem
Erhalt des Freibades oder mindestens des Wellenbeckens bestand.
Da der CDU/GRÜNE Antrag
der Ratsfraktion (die Bezirksfraktion der GRÜNEN trägt diesen Antrag nicht mit) vorsieht ein
Naturbad nur dann zu errichten, wenn dies möglich und finanzierbar ist, kommen wir jetzt auf die alternative
Lösung des Workshops zurück, der vorsieht, dass neben dem Hallenbad das derzeitige Wellenbad als
Außenbademöglich zu erhalten. So wird ein Kombibad geschaffen, das neben dem Hallenbad keine
zusätzlichen Investitionen erfordert.
Die Kosten für die äußere Anpassung in das zukünftige
Areal werden durch die eingesparten Abbruchkosten kompensiert. Ein zusätzlicher Personalbedarf entsteht
nicht, da der Badebetrieb für Bürger an schönen Wettertagen entfallen würde. Der Mehraufwand an
Betriebskosten wird mehr als ausgeglichen durch die wesentlich höhere Zahl der Badegäste.
Seitens der
Verwaltung wurde beim Worksshop immer angeführt, das das Becken schon mehr als 30 Jahre alt ist
und man irgendwann damit rechnen muss, dass es repariert werden muss und dann erhebliche Kosten verursachen
würde.
Wir sagen, dass Risiko muss man in Zeiten knapper Kassen eingehen, und wenn das Becken denn
wirklich einmal in 10 oder 20 Jahren nicht mehr mit vertretbaren Aufwand reparabel ist, kann entweder das Naturbad
gebaut oder man muss dann über andere Lösungen nachdenken. Andere Becken in anderen Bädern sind schon 50 Jahre
alt und funktionieren nach wie vor gut.
Die Besichtigung mit Fachleuten hat ergeben, dass das
Becken nach 30 Jahren noch keine Schäden aufweist und der technische Zustand der Anlage ebenfalls in Ordnung
ist.
Sollte auch diesem alternativen Vorschlag des Worksshops nicht gefolgt werden, so steht eindeutig
fest, dass das Bad gegen alle Vernunft und Wirtschaftlichkeit nicht offen gehalten werden soll.
Ferner
besteht auch mit einer solchen Konzeption die Möglichkeit einen anderen Betreiber als Investor zu finden und
damit die Basis für eine vernünftige ganzjährige Auslastung mit entsprechender Gastronomie zu schaffen.
Sollte der Rat dem Ergebnis des Workshops der Bezirksvertretung nicht folgen, wurden wir von der Versammlung
ultimativ aufgefordert, die Möglichkeit eines Bürgerentscheids zu prüfen und diesen dann auch in Zusammenarbeit mit
anderen politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen einzuleiten.
Diesen Auftrag nehmen
wir ernst und werden ihn auch durchführen. Das juristische Prüfverfahren haben wir heute eingeleitet.
Reiner Friedrich
Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes