Mevissen, Harmlose Verklappung?

Im Rahmen der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Rheinhausen wurde in einer Vorlage mitgeteilt, dass der ehemalige Kohlehafen Mevissen aufgelöst und durch eine Deichbauanlage ersetzt wird.
Für die Bürger verspricht das eine sehr gute Nutzung und eine Renaturierung des ehemaligen Hafengebietes.
Doch aufgepasst! In der Mitteilungsvorlage wurde darauf hingewiesen, dass der Umbauprozess auch das Ausbaggern der dioxinhaltigen Hafenschlämme beinhaltet.
Zwar sind die Belastungen knapp unterhalb der vorgeschriebenen Grenzwerte, doch die SPD Fraktion weist darauf hin, dass größte Sorgfalt von Nöten ist.

Sowohl beim Auskoffern innerhalb des Hafengeländes wie auch beim Verklappen in der ehemaligen Auskiesung im Rheinvorland muss darauf geachtet werden, dass die dioxinbelasteten Schlämme nicht in die Umwelt gelangen. Es sollte daher geprüft werden, ob es nicht möglich ist, die zurzeit stabilen und statisch sicheren Dioxinschlämme im Hafenbereich zu fixieren.
Immerhin handelt es sich um 90000 Kubikmeter Aushub, der transportiert werden muss.
Ist der Aushub des Materials unvermeidlich, fordert die SPD Fraktion die dioxinhaltigen Schlämme beim Verklappungsvorgang soweit zu verdünnen, dass auch zukünftige Herabsetzung der Dioxingrenzwerte nicht dazu führen, die ehemalige Auskiesung zur Sondermülldeponie werden zu lassen.