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Der SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen stellt sich gegen die Reduzierung der Notfallpraxen

von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (21.03.2015)
Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein hat am 11. Februar 2015 eine Reform des Notfalldienstes beschlossen. Dieser hat erhebliche Auswirkungen auf Duisburg und auch auf den Bezirk Rheinhausen, denn von den vorhandenen vier Notdienstpraxen in Duisburg sollen drei geschlossen werden. Mit diesem Schritt würde die bewährte ärztliche Notfallstruktur für Duisburg aufgegeben werden. Die geplante drastische Reduzierung führt dazu, dass kranke Rheinhauserinnen und Rheinhauser bei Notfällen deutlich weitere Wege zurücklegen und längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Eine wohnortnahe notfallärztliche Versorgung ist insbesondere bei einer älter werdenden Gesellschaft wichtig. Zusätzlich wird die Sicherstellung des ambulanten ärztlichen Bereitschaftsdienstes der niedergelassenen Ärzte in den sprechstundenfreien Zeiten deutlich erschwert, wenn die Reduzierung der Notfallpraxen umgesetzt wird.
Der Fahrdienst, der nicht mobilen Patientinnen und Patienten einen Zugang zum ärztlichen Bereitschaftsdienst ermöglicht, ist zukünftig für zwei Großstädte und einen gesamten Kreis zuständig. Dies wird zu längeren Wartezeiten, insbesondere für akut Erkrankte, Ältere und Menschen mit Behinderung führen. Bei Patienten ohne familiäre Unterstützung oder ausreichenden finanziellen Möglichkeiten gibt es zusätzliche Erschwernisse.
Eine weitere mögliche Konsequenz ist die stärkere Inanspruchnahme der Notfallambulanzen in den Krankenhäusern sowie des Rettungsdienstes der Feuerwehr.
Der SPD-Bezirksverband Rheinhausen fordert die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein auf, die Reform des Notfalldienstes im Bezirk Nordrhein zum Wohle der Patienten zurückzunehmen. Gleichzeitig bitten wir alle Vereine und gesellschaftliche Gruppen, sich diesen Forderungen anzuschließen.