Die Rheinhauser Kulturlandschaft muss erhalten bleiben

von Manfred Krossa, SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen (12.06.2012)

Nachdem bekannt wurde, dass die Verwaltung in ihrem vorgelegten Sparkonzept, die Schließung der Rheinhausenhalle beabsichtigt, hat sich sofort eine Interessengemeinschaft zum Erhalt der Halle gegründet. Neben der umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit wurde gleichzeitig eine Unterschriftenliste erstellt in der Bürgerinnen und Bürger ihr Mitspracherecht wahrnehmen können. Die Resonanz ist bis heute sehr groß, es wurden bisher deutlich über 6000 Unterschriften zum Erhalt der Rheinhausenhalle gesammelt. Parallel dazu haben sich die Rheinhauser Bezirksvertreter klar und deutlich gegen die Schließung der Rheinhausenhalle ausgesprochen. Hierbei stützt sich die Bezirksvertretung auf die Verfassung NRW, denn bereits deren Autoren haben erkannt, dass Kultur, Kunst und Wissenschaft durch das Land und den Gemeinden zu pflegen und zu fördern sind. Festgeschrieben wurde dies im Artikel 18 (Fn 7).
Kultur gehört zum Leben und darf kein Schattendasein führen.
Kultur gehört zu unserer Gesellschaft und muss den Kindern und Jugendlichen vermittelt werden.
Kultur muss populär und sozial sein, denn der Mensch lebt nicht nur vom Brot und Geldverdienen.

Die Zeiten haben sich geändert, Sparzwänge regieren. Auch im Bereich der Kultur wird der Rotstift angesetzt. Um die Schließung der Rheinhausenhalle zu begründen, wurde von der Verwaltung ein Verlust von ca. 621000 Euro veranschlagt. Es wurde aber versäumt, eine Gegenrechnung aufzustellen, in der die Kosten aufgelistet werden, die bei der Schließung der Halle anfallen würden.
Beschlüsse können nur gefasst werden, wenn alle Fakten bekannt sind. Daher wurde die Verwaltung von der Bezirksvertretung Rheinhausen gebeten, alle haushaltsrelevanten Zahlen in der Mai Sitzung mitzuteilen.
Die veröffentlichten Berechnungen zeigen deutlich, das die Schließung der Rheinhausenhalle nicht den gewünschten Einspareffekt zeigt und daher keinen Sinn macht.

Neben den monetären Betrachtungen muss auch an die Vereine gedacht werden, deren Existenz an das Bestehen der Rheinhausenhalle geknüpft ist. Ferner darf nicht vergessen werden, dass die Veranstaltungen, Messen und Aufführungen in der Rheinhausenhalle nicht nur von den ca. 80000 Bürgerinnen und Bürgern des Bezirks genutzt werden, sondern auch über dessen Grenze hinweg für Publikum sorgt.
Das führt sicherlich zur Steigerung des Images unserer Stadt, die Folgen einer Schließung jedoch würden das Ansehen enorm schädigen.