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Fortführung der Planung des Grundstücks „Glückaufplatz und ehemaliges Hallenbad“

von Manfred Krossa, SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen (03.01.2014)
Nach der Beendigung des Bewerbungsverfahrens zum Grundstück an der Schwarzenberger Straße muss geklärt werden, wie die städtebaulichen Ziele für diese zentrale Lage in Rheinhausen-Mitte umgesetzt werden können. Dem Wunsch der BV Rheinhausen, durch einen Bebauungsplan eine geregelte Entwicklung zu erreichen, ist bisher nicht gefolgt worden, erläutert der SPD Fraktionsvorsitzende Manfred Krossa. Auch eine Wohnbebauung, wie sie im Exposé vorgeschlagen wird, lehnt die SPD Fraktion ab. Dieses Grundstück ist ideal geeignet für eine gewerbliche Nutzung, die nicht zentrenrelevante Angebote bietet, also das Rheinhauser Zentrum nicht beeinflusst. Vorstellbare wäre z.B. ein Zentrum für Gerätemedizin, welches dann den Niederrhein als Einzugsbereich hätte, so Manfred Krossa. Die SPD Fraktion hat einen Fragenkatalog aufgestellt, welcher in der Januarsitzung der Bezirksvertretung (BV) von der Verwaltung beantwortet werden soll.

Es wäre hierbei von besonderen Interesse zu erfahren, warum das Bewerbungsverfahren abgelaufen ist, ohne einen geeigneten Investor zu finden. Das Grundstück soll laut Exposé nach dem §34 BauGB (Lückenbebauung) entwickelt werden. Wäre hier ein einfacher Bebauungsplan, wie er in der BV Rheinhausen per Antrag gefordert wurde, nicht der bessere Weg? Auch stellt sich für uns die Frage, ob bisher geprüft wurde, ob sich der Abriss des Hallenbads nicht günstiger auf die Vermarktung auswirkt und die Kosten für die Sicherung des Gebäudes ähnlich hoch sind wie die eines Abrisses? Potentielle Investoren wären auch abgeschreckt, wenn ihr Blick auf den Schandfleck ehemaliges Hallenbad fällt.
Gehandelt werden muss auf jeden Fall, denn es gibt Altlasten im Untergrund. Bekannt ist, dass nach dem 1. Weltkrieg ein belgisches Truppenlager an diesem Standort war, welches die verschiedensten Stoffe, wie alte Munitionsreste im Boden zurückgelassen hat. Hier wäre es wichtig, eine Bodenbeprobung durchzuführen, um die Belastungen erfassen zu können.
Nach der Beendigung des ersten Bewerbungsverfahrens, erhebt die SPD den Anspruch, die städtebauliche Entwicklung politisch zu begleiten. In enger Zusammenarbeit mit dem Planungsamt sollen neue Kriterien aufgestellt werden und ein schlüssiges Konzept erarbeitet werden. Diese Grundlagen sollen dann in die Aufstellung eines einfachen Bebauungsplans einfließen, welcher die Planung für die Fläche des ehemaligen Hallenbads und des Glückaufplatzes umfasst.