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Mangel an Augenärzten im Bezirk Rheinhausen

von Manfred Krossa, SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen (02.07.2013)

Nach Informationen der kassenärztlichen Vereinigung gibt es in Duisburg ein Überangebot von Augenärzten. Wie bereits für die Kinderärzte festgestellt, gibt es aber große örtliche Versorgungslücken, wie auch in unserem Bezirk Duisburg-Rheinhausen, so der SPD Fraktionsvorsitzende Manfred Krossa. Verschärft hat sich aktuell die Situation da einer der drei Augenärzte Rheinhausens jetzt nur noch Privatpatienten behandelt. Ein aktueller Fall zeigt, mit welchen Bedingungen Rheinhauser Bürger rechnen müssen. Einer gehbehinderten Seniorin wurde empfohlen, ihren grauen Star behandeln zu lassen. Die Rheinhauser Bürgerin wurde von dem privatärztlich behandelnden Augenarzt abgewiesen, da sie Kassenpatientin ist, die beiden verbleibenden Praxen in Rumeln-Kaldenhausen nehmen keine Patienten mehr auf.

Die ärztliche Versorgung im Stadtbezirk sollte vor allem für beeinträchtigte Menschen gesichert sein. Es ist nicht zumutbar, dass weite Strecken, in unbekannte Gebiete zurückgelegt werden müssen, um einen Termin, hier bei einem Augenarzt, zu erhalten. Durch die große Anzahl der Patienten pro Praxis wird von den Augenärzten häufig abgelehnt, neue Kranke aufzunehmen. Wer das Glück hat, bereits in einer Praxis bekannt zu sein, muss für Routineuntersuchungen häufig mehrere Monate warten.

Ist es Patienten zuzumuten, eine Liste der in der Stadt vorhandenen Augenärzte anzulegen und dann nach und nach anzurufen, um einen Mediziner zu finden, der noch einen Termine frei hat?

Es wäre interessant zu erfahren, wie die kassenärztliche Vereinigung mit diesem Problem umgeht, trotzdem wir ja überversorgt sein sollen.