Mit Titandioxid-Oberflächen die Stickoxidbelastungen NOx senken

Von SPD Ratsherr Manfred Krossa (21.05.2017)
Nach dem Bekanntwerden der Schummelsoftware bei Dieselfahrzeugen ist die Luftbelastung durch Stickoxid-Verbindungen in den Fokus der öffentlichen Diskussionen gekommen. Stickoxid ist die Sammelbezeichnung für die gasförmigen Sauerstoffverbindungen des Stickstoffs, die auch mit NOx bezeichnet werden. Stickoxide sind gesundheitsschädlich, daher ist der Grenzwert von der EU auf 40 µg/m3 festgelegt worden. Wird dieser Wert überschritten, hat die Kommune unverzüglich zu handeln, z.B. mit Fahrverboten.
Im Bezirk Duisburg-Rheinhausen ist besonders die Friedrich-Ebert-Straße hoch belastet, so der SPD Fraktionsvorsitzende Marcus Mellenthin. Wir werden aber nicht den Kopf in den Sand stecken, so der Fraktionschef, denn es gibt mit Titandioxid einen Katalysator, der die Stickoxide durch Sonneneinstrahlung in Nitrate umwandelt, die dann beim nächsten Regen weggespült werden. Titandioxid (TiO2) ist der am häufigsten verwandte weiße Farbstoff, wie z.B. in der Binderfarbe. Somit besteht die Möglichkeit, mit weißen Farbanstrichen auf den Fahrbahnen, durch Beimischungen in Pflastern, in Betonteilen (Schallschutzwände) oder in Hausfassaden den fotokatalytischen Prozess zur Luftverbesserung einzusetzen, erläutert der SPD Ratsherr Manfred Krossa.
Grundlegende Studien, die die Minderung der NOx Konzentrationen in der Luft nachweisen, wurden vom Frauenhofer Institut durchgeführt; es gibt bereits Firmen, die Pflaster und Farben für diesen Zweck anbieten.
Um diesen positiven Effekt der Rheinhauser Bevölkerung zugute kommen zu lassen, haben die Fraktionen von SPD und Grüne/Die Linke sowie Frau Röder (BL) einen gemeinsamer Antrag in die Bezirksvertretung Rheinhausen eingebracht, welcher den Einsatz von TiO2 Materialien auf der Friedrich-Ebert-Straße fordert. Der Beschluss dazu war einstimmig.