Schützt die Regenwasserkanäle des Rheinhauser Trennsystems

von Manfred Krossa, SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen (11.12.2013)
Vor allem im linksrheinischem Teil von Duisburg wird die Abwasserentsorgung über ein Trennsystem durchgeführt. Das bedeutet, dass das Schmutzwasser und das Regenwasser über eigene Kanäle abgeleitet wird, so der SPD Fraktionsvorsitzende Manfred Krossa. Während das Schmutzwasser zur Kläranlage geführt wird, fließt das Niederschlagswasser ungeklärt in Regenrückhaltebecken. In und um diese Auffangbecken haben sich Biotope entwickelt, die empfindlich auf Verunreinigungen reagieren. Daher ist es wichtig, dass das Regenwasser unverschmutzt in die Rückhaltebecken gelangt. Es sollte daher gewährleistet werden, dass keine Reinigungsmittel, Öle und ähnliches eingeleitet werden. Immer wieder sieht man aber, dass Mitbürger aus Unwissenheit Putzwasser in die Rinnsteine und Senkkästen schütten oder ihre Autos auf der Straße waschen, so Manfred Krossa. Dieser Appell soll helfen, diese Fehleinleitungen zu minimieren.
In den Neubaugebieten wird heute in der Regel die Versickerung des Niederschlagwassers vor Ort durchgeführt. Hierzu werden kleine Teiche angelegt, die häufig Binsen zur Wasserklärung besitzen, oder unterirdische Rigolen gebaut, über die das Wasser versickern kann. Diese Form des Grundwasserschutzes erfordert aber auch, dass das eingeleitete Wasser schadstofffrei ist. Auch hier gilt: Es dürfen keine Reinigungsmittel, Öle und ähnliches zu Versickerung gebracht werden.
Wer mit dem Fahrrad oder zu Fuß seine Heimat erkundet, findet auch die Regenrückhaltebecken am Schildbendweg, hinter der Pregelstraße, den Binsenteich, am Kuppengraben, in Hohenbudberg und einige mehr. Besonders der Binsenteich wird gut von der Erholungssuchenden Bevölkerung angenommen. Häufig findet man hier Angler, die ideale Bedingungen vorfinden und die Idylle genießen.
Es wäre doch schade, wenn durch unbedachtes Einleiten von Schadstoffen diese sehenswerten Gebiete leiden würden.