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Schwerpunkte des SPD Programms für den Bezirk Rheinhausen für die Wahlperiode 2014/2020

Planen und wohnen

Beim Wohnungs- und Häuserbau wollen wir mehr Qualität statt Quantität durch den Bau von barrierearmen Wohnquartieren, geprägt durch die Nähe von Wohnen und Versorgung für alle Generationen, umgesetzt durch gezielte Bebauungspläne und Erhaltungssatzungen und der Förderung des barrierefreien und generationsübergreifenden Wohnens. Zur Umsetzung werden wir die regionalen Bau- und Wohnungsbaugesellschaften, im Besonderen die Bauvereine stärken. Wir planen eine zukunftsorientierte Quartiersgestaltung durch die Wiederbelebung der Nebenzentren sowie die Förderung der Nähe von Wohnen, Einkaufen, Gastronomie, Dienstleistung und Erholung.
Für die Sanierung der Wohnungsbestände müssen modere Wohnansprüche und Energiekonzepte zu Grunde gelegt werden, dies gilt auch für den Denkmalschutz. Neubauplanungen dürfen nur bei geringen Flächenverbrauch durchgeführt werden, Nachverdichtung und Bauen im Bestand sind primär zu fördern. Unser Ziel ist es, möglichst viel Grün zu erhalten, und die Gebäude an die Umgebung anzupassen, nötige Kompensationen sollen vor Ort durchgeführt werden. In kritischen Wohnbereichen muss eine Ghettobildung verhindert bzw. abgebaut werden. Hierzu sollen Mittel aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ akquiriert werden. Schrottimmobilien müssen verschwinden, dazu muss für leerstehende Gebäude das Gesetz zum Wohnungsaufsichtsrecht erweitert werden.

Bildung und Erziehung

Bei der Bildung und Erziehung muss für uns eine integrierte Struktur vom Eintritt in die Kita bis zum Schulabschluss gewährleistet sein. Die Planungen für Schulen und Kindergärten müssen den Anforderungen angepasst werden, unter anderem durch den bedarfsgerechten Ausbau der Kindergartenplätze für Kinder unter 3 Jahren und der Ausbau vorschulischer Erziehungsmodelle. Es wird die Einrichtung einer Sekundarschule am Körnerplatz angestrebt, um die Chancengleichheit zu fördern. Weiter ist der Ausbau von Ganztagsschulen in allen Schulformen und die Stärkung des Willy-Brandt-Berufskollegs unser Ziel. Dazu zählt auch der Ausbau von Kooperationsmodellen zur Steigerung der Oberstufenabschlüsse. Es sind genügend Plätze in Übergangsklassen zu schaffen, um die Zuwanderkinder an unserer Schulsystem heranzuführen. Für die außerschulische Bildung wollen wir die Erweiterung des VHS-Angebotes im Bezirk und den Erhalt der Bezirks- und Schulbibliotheken.

Freizeit, Sport und Naherholung

Wir stehen für den Erhalt und den Ausbau von Freiräumen und Grünflächen. Gefördert werden soll die Vernetzung der Stadtbiotope z. B. das Rheinvorland Friemersheim, der Rheinuferpark, die Sicherung des Volksparks mit Wildgehege, ökologischer Station und Musikpavillon. Sport braucht Spielflächen und Turnhallen, daher ist für uns die Sicherung und Verbesserung der Freizeit-, Naherholungs- und Sportflächen das Ziel. Wir werden die Vereine und den Sport für alle Generationen und Menschen mit Behinderungen stärken. Modellhaft unterstützen wir die geplante OSC Sportwelt und din Sporthallenbau im Bezirk, aktuell der Zweifachturnhalle am Kruppgymnasium.
Wichtig ist für uns die Verbesserung der vorhandenen Wasserflächen und die Förderung des Wassersports. Wir fordern die Aufwertung des Naherholungsbereichs Toeppersee und die Fertigstellung des geplanten Rundwanderwegs. Es gibt eine Zunahme von vereinsungebundenen Sportlern, deren Ansprüche wir durch den Ausbau der öffentliche Sportflächen wie Bolzplätze, einer Lauf- und Trimm-Dich-Strecke sowie Flächen für Trendsportarten befriedigen wollen. Wir wollen die Spielplätze erhalten und ausbauen und spezielle Angebote für Kleinkinder schaffen.

Verkehr

Es ist Fernstraßenlenkungskonzept aufzustellen um Schwerlastverkehre aus den Wohngebieten heraus zuhalten, damit Staub- und Lärmbelastungen vermieden werden. Der Ausbau verkehrsberuhigter Zonen fördern wir. Vieles kann mit dem Fahrrad erledigt werden, darum fordern wir den Ausbau des Radwegenetzes. Wohnbereiche in der Nähe von Schienentrassen sind durch Lärmschutzmaßnahmen zu schützen. Wir fordern eine Optimierung des ÖPNVs mit dem besonderen Augenmerk auf den Kita- bzw. Schülerverkehr und der Erreichbarkeit von Geschäften, Märkten, Ärzten und Krankenhäusern.

Kultur

Wir stehen für den Erhalt der Rheinhausenhalle und dem Verbleib und Stärkung des Komma-Theaters in Rheinhausen. Durch die Mitarbeit etablierter Kulturschaffender möchten wir die Hofkonzerte erhalten und zu neuer Attraktivität führen. Des Weiteren werden wir die bürgerschaftlichen und die vereinsgebundenen Kulturangebote gezielt unterstützen und in das bezirkliche Kulturleben integrieren. Wir wollen die bezirkliche Kultur als Marketingfaktor etablieren.

Wirtschaft, Handwerk und Gewerbe

Rheinhausen braucht die Kombination von Arbeit und Wohnen, daher wollen wir Entwicklungsperspektiven eröffnen, um Flächen, vor allem im Bestand, für Industrie und Gewerbe bereitzustellen, die unter Einbeziehung ökologischer Aspekte entwickelt werden. Bevorzugt werden wir die Umnutzung freiwerdender Industrie- und Gewerbeflächen mit mittelständischem Gewerbe- oder Dienstleistungsbetrieben besiedeln.

Einzelhandel

In Wohnsiedlungen dürfen nur Geschäfte der Nahversorgung angesiedelt werden, um den Erhalt der Zentren zu sichern. Wir fordern eine generationenneutrale Versorgung mit frischen Lebensmitteln, z.B. Wochenmärkte, die entsprechend wohnortnah sein muss, um auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad die Grundbedürfnisse zu erledigen. Dazu gehört auch die Konzentration und Bildung gastronomischer Schwerpunkte in den Nebenzentren und den freizeitorientierten Bereichen. Wir unterstützen die Werbegemeinschaften, die in den Nebenzentren agieren, denn diese bilden die Vernetzung der einzelnen Branchen, Geschäfte, Firmen, Vereine und Interessengruppen.