Schwierigkeiten bei der Aufhebung des Wasserschutzgebiets in Duisburg Rumeln-Kaldenhausen

Von SPD Ratsherr Manfred Krossa
Das im Jahre 1977 beschlossene Wasserschutzgebiet in Duisburg Rumeln-Kaldenhausen wurde von den hiesigen Stadtwerken bis 2011 zur Trinkwassergewinnung betrieben. Nach dem ursprünglichen Recht hätte das Trinkwasserschutzgebiet 2017 aufgehoben werden müssen, wenn die Trinkwasserproduktion eingestellt ist. Da zurzeit nur Brauchwasser für eine Moerser Firma gefördert wird, wäre die Aufhebung problemlos verlaufen. Doch häufig im Leben gibt es rechtliche Änderungen, die einem das Leben schwer machen. In diesem Fall ist es das Landeswassergesetz, welches 2016 geändert wurde. Nun gilt, dass Wasserschutzgebiete nicht aufgehoben werden können, es sei denn, es wird von einem Betroffenen dagegen geklagt und er erhält Recht.
In der Bezirksvertretung Rheinhausen gibt es eine große Mehrheit, das Trinkwasserschutzgebiet aufzuheben. So wurde auch ein Antrag beschlossen, in dem der Duisburger SPD Oberbürgermeister Sören Link gebeten wird, alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um das Wasserschutzgebiet aufzuheben. Wegen des schwebenden Verfahrens hat OB Link durchgesetzt, dass die Wirtschaftsbetriebe Duisburg (WBD) zurzeit keine Aufforderungen zur Kanalüberprüfung an die Bewohner des Wasserschutzgebietes heraus schickt. Zusätzlich wird der SPD Bezirksverband Rheinhausen den Oberbürgermeister bitten, sich dafür einzusetzen, dass Moers keine neue Trinkwasserförderanlage auf ihrem Stadtgebiet einrichtet, denn das Rumeln-Kaldenhausener Wasserschutzgebiet überstreicht auch Schwafheim und das gehört zu Moers. Würde dieser Fall eintreten, kann das Wasserschutzgebiet Rumeln-Kaldenhausen nicht mehr aufgehoben werden, da im Landeswassergesetz die Gewährleistung der Wasserversorgung höchste Priorität besitzt.