Sondermüll-Verklappung im Bereich ehemaliger Rheinhauser Bergwerke

von Manfred Krossa, SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen (15.11.2013)
Unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde über Jahre Sondermüll in den Bergwerken des Ruhrgebietes verklappt. Bekannterweise sind die Bergwerke untertage miteinander verbunden und die Ausdehnung der Förderbereiche geht weit über den Umkreis der Zeche hinaus. Mit diesen Prämissen ist es vorstellbar, dass auch Untertage-Abbaubereiche des Bezirks Rheinhausen mit bergbaufremden Reststoffen verfüllt wurden, so Manfred Krossa, SPD Fraktionsvorsitzender von Duisburg-Rheinhausen. Nun wurde veröffentlicht, dass allein das Bergwerk Walsum 355.000 t hochgiftige überwachungsbedürftigen Sondermüll verklappt hat und diese ausschließlich im linksrheinischen Binsheimer Feld. Das Binsheimer Feld ist ein Wasserschutzgebiet!
Im Bereich des Bezirks Rheinhausen gibt es mehrere ehemalige Zechenanlagen. Einige dieser Bergwerke wurden erst vor kurzem geschlossen, so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass auch hier bergbaufremde Reststoffe endgelagert wurden, so Manfred Krossa. Mit dem Verbringen von überwachungsbedürftigen Sondermüll wurde bereits 1992 begonnen. Die Zulassungen und Beschlüsse für das Bergwerk Walsum sind als Anlagen der Vorlage DS 13-1236/1 der Stadt Duisburg beigefügt.
Nun kann davon ausgegangen werden, dass sich die Vorstellung, was giftige und hochgiftige Stoffe sind, seit 1992 dramatisch geändert haben. Nunmehr ist es sehr wichtig, herauszustellen, wie sicher die bergbaufremden Reststoffe gelagert sind und ob es ausgeschlossen werden kann, dass es einen Austausch verunreinigter Grubenwasser mit unserem lebenswichtigen Grundwasser gibt. Weiter stellt sich die Frage, ob das Auswaschen von Giftstoffen aus dem endgelagerten Sondermüll verhindert wird und das über tausende von Jahren.
Die Anfrage der SPD Fraktion, die sich mit dieser Thematik befasst, konnte in der Novembersitzung der Bezirksvertretung Rheinhausen noch nicht beantwortet werden. Hierzu fehlen noch, so die Verwaltung, detaillierte Aussagen der Bezirksregierung Arnsberg, die für die Schachtanlagen zuständig ist.
Der SPD Fraktionsvorsitzende Manfred Krossa ist gespannt, welche Informationen aus Arnsberg kommen.