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Stellungnahme zum Artikel in der WAZ vom 20.05.2014 „Freie Schulwahl? Von wegen“

von SPD Ratsherr Jürgen Edel (21.05.2014)
Das von dem Schulleiter Herrn Jöckel beschriebene Problem beim Schulwechsel in der Erprobungsstufe existiert schon eine gewisse Zeit und hat sich verstärkt, seit der Änderung des Schulgesetzes und dem Selbstbestimmungsrecht der Eltern, auf welche weiterführende Schule ihr Kind gehen soll. Da sollten sich auch die Eltern ihrer Verantwortung bewusst sein, die sie bei der Schulwahl haben – besonders wenn sie trotz anderslautender Empfehlung ihr Kind unbedingt zum Gymnasium schicken wollen. Gleichzeitig ist das aber auch ein klares Plädoyer für die integrativen Schulformen wie Gesamtschule oder Sekundarschule. Die Gesamtschulen im Bezirk sind heute schon so stark nachgefragt, dass Schüler, die vom Gymnasium wechseln müssen, da kaum eine Chance haben, unterzukommen. Die Sekundarschule, die ab dem nächsten Jahr in Rheinhausen die Haupt- und Realschule ersetzen soll, bietet jedem Schüler und jeder Schülerin alle schulischen Möglichkeiten – durch die Kooperation mit anderen Schulen bis zum Abitur. Länger gemeinsam lernen, wie es da praktiziert wird, kann als Basis und Hilfe zum richtigen Schulabschluss ohne „Abschulung“ dienen. Weil hier jedes Kind eine Chance hat, habe ich mich als Schulausschussvorsitzender besonders für die flächendeckende Einführung der Sekundarschule in Duisburg stark gemacht.