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Wann kommt ein Notfall- und Katastrophenplan für den Bezirk Rheinhausen

von Manfred Krossa, SPD Fraktionsvorsitzender Rheinhausen (01.03.2014)
Im Umkreis von Rheinhausen und Rumeln-Kaldenhausen gibt einige chemische Werke, die mit Gefahrstoffen arbeiten. Im Falle eines Zwischenfalls, wie vor einiger Zeit der Brand einer Lagerhalle des Düngemittelherstellers Compo, stellte sich heraus, dass die Rettungsmaßnahmen nicht reibungslos liefen, so der SPD Fraktionsvorsitzende Manfred Krossa. Vor allem die stadtübergreifende Zusammenarbeit zwischen Krefeld und Duisburg war hierbei mangelhaft. Die Bürgerinnen und Bürger wurden nicht zeitnah informiert, die Verunsicherung war groß. Dies gilt sicher auch für die anderen Kommunen, die an das Duisburger Stadtgebiet angrenzen. Daher hat die SPD eine Anfrage an die Verwaltung gerichtet, um zu erfahren, welcher Entwicklungsstand für einen Notfall- und Katastrophenplan vorliegt, denn ein stadtübergreifender Notfall- und Katastrophenplan stellt eine deutlich bessere Koordinierung vor allem der Ersteinsatzkräfte zur Verfügung.

Aufmerksamkeit erregte bereits das niederländische Tankschiff „Stolt Rotterdam“ welches 2001 an der Stadtgrenze von Duisburg Rheinhausen und Krefeld Uerdingen havarierte. An Bord des auf Grund gelaufenen Schiffs befanden sich 1.800 Tonnen 68ig prozentige Salpetersäure. Eine Teil der stark ätzende Säure trat aus, ein anderer verdunstete. Eine weithin sichtbare Giftwolke erschreckte Menschen aus Rheinhausen und Uerdingen. Die Einsatzkräfte hatten Anlaufschwierigkeiten, um die Situation in den Griff zu bekommen. Dies wäre ein gutes Signal gewesen, einen Notfall- und Katastrophenplan zu erstellen, um zukünftig gewappnet zu sein. Passiert ist aber nichts!
Daher möchte die SPD wissen, ob zurzeit an einem Notfall- und Katastrophenplan für den Bezirk Rheinhausen gearbeitet wird. Grundlage dabei wäre, dass es einen direkten Informationsaustausch zwischen den örtlichen und den überörtlichen Katastrophenschutz gibt. Eingebunden sein müssten zusätzlich die Feuerwehren der anliegenden chemischen Betriebe.

In Duisburg und den Nachbarstädten gibt es zentrale Leitstellen für alle eingehenden Notrufe. Wäre durch einen technischen Defekt oder durch ein anderes Ereignis bedingt, diese Einsatzzentrale nicht mehr erreichbar, gäbe es sicherlich große Schwierigkeiten, vor allem dann, wenn ein Ernstfall vorliegt. Hier wäre die direkte Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten sinnvoll, die dann als zentrale Leitstelle einspringen könnten. Dies würde natürlich auch für den umgekehrten Fall gelten. Bereits mit diesen einfachen Maßnahmen könnte die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger erheblich verbessert werden.

In den Randbereichen unserer Stadt gibt es an einigen Stellen das Phänomen, dass die Anfahrtswege und damit die Einsatzzeit der für die Nachbargemeinde zuständigen Feuerwehr deutlich länger sind als die der Duisburger Feuerwehr. Als Beispiel sei hier die Freiwillige Feuerwehr Rumeln-Kaldenhausen genannt, die als Erstausrücker deutlich schneller in Moers Vennikel wäre als die Feuerwehr aus Moers Kapellen. In solchen Fällen ist es wichtig und richtig, den Rettungsdienst der benachbarten Gemeinden aufeinander abzustimmen.
Denn jeder weiß, je schneller die Feuerwehr vor Ort, desto größer die Chance für die Menschen gerettet zu werden und den Schaden minimal zu halten.

In solchen Fällen ist es