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Warum gibt es immer wieder unnötige Verzögerungen beim Verkauf der Bliersheimer Villen?

von SPD Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD-Bezirksverbandes Rheinhausen (23.11.2012)

Wenn man den frisch veröffentlichen Artikel zur Bliersheimer Villenkolonie liest und Erfahrung hat in der Zusammenarbeit mit der LEG und deren Nachfolgegesellschaft Urban, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Die LEG hat die gesamte Planung und Entwicklung der logport I Gesamtfläche begleitet und kennt somit auch zwangsläufig die planungsrechtlichen Voraussetzungen.
Für das gesamte Gebiet des Logistikzentrums logport I gibt es keinen Bebauungsplan. Das Gebiet ist bewusst nach §34 des Bundesbaugesetzbuches eingestuft und muss als reines Industriegebiet beurteilt werden. Für die mitten in diesem Bereiches liegende Villenkolonie gelten diese Bestimmungen selbstverständlich auch. Eine andere Einstufung wäre auch aufgrund der umliegenden Betriebe nicht zulässig. Auch die häufigen Versuche, den Bereich der Villenkolonie als Gewerbe- und nicht als Industriegebiet zu betrachten, ist aus Gründen der Belastung durch die umliegenden Betriebe nicht zulässig und auch nicht vertretbar.

Somit ist die Neuausrichtung der ehemaligen Krupp Villensiedlung, weg vom Industriegebiet und Umsetzung anderer Nutzungswünsche, zum Beispiel dauerndes Wohnen, Unsinn und nicht zulässig. Die Einrichtung eines Hotel zum Beispiel ist dagegen zulässig, da Einzelübernachtungen ja keinen dauerhaften Aufenthalt darstellen.

Alle diese grundsätzlichen Bedingungen müsste URBAN aber kennen und aus ihren begleitenden Planungen heraus auch wissen. Warum jetzt hier die Lärmwerte von Rhenus angeführt werden, ist nicht nachzuvollziehen, denn Rhenus musste beim Neubau ihrer Lagerhalle die Lärmwerte für ein Industriegebiet nachweisen und einhalten und dies ist auch geschehen. Die Lärmemission wäre nur dann bedeutend, wenn wieder beabsichtigt wird, eine nicht zugelassene Wohnungsnutzung zu beantragen.
Wie bereits oben beschrieben, wird es hierfür keine Genehmigung geben.
Auch eine häufige Wiederholung der Anträge wird hier nicht zum Erfolg führen.

Da werden schon die benachbarten Firmen aufpassen.

Es ist nicht zu verstehen, wieso der Verkauf der Villen nicht zügig weitergeht, so Ratsherr Reiner Friedrich, Vorsitzender des SPD Bezirksverbands Rheinhausen.